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Aktueller Stand

Am 01.06.2026 erreichte mich nach 6 Wochen warten endlich der Beschluss des Gerichts: Ich habe zu 75% der Streitpunkte gewonnen.

… in Kürze mehr… (Beschluss und Erwiderungsdokumente am Ende der Seite herunterzuladen)

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Worum geht es?

Wer bin ich?

Ich bin Jen, Soziologin und YouTuberin und veröffentliche seit Ende 2024 essayistische YouTube-Videos mit Fokus auf Internetphänomene und die Bookbubble auf meinem Channel Jen (jkhuegel) mit über 30K Follower*innen.

Das Video: 

Am 01.04.2026 veröffentlichte ich ein etwa 50-minütiges Video, in dem ich meine Ergebnisse einer 6-monatigen Recherche veröffentlichte. In dieser Recherche fokussierte ich vor allem die Erfahrungen von fast zehn Autor:innen, mit denen ich für das Video sprach und die mir unabhängig von ihren Erfahrungen erzählten.

Insgesamt sprachen die Autor:innen mit mir über die Arbeitsweise des Verlags, Verlagsverträge und die Umgangsweise mit ihnen und ihren Veröffentlichungen.

In die Auswertung und Präsentation des Videos flossen zudem auch viele Online-abrufbare Quellen ein, die ich in Foren, auf Kununu, Social Media, Webseiten oder Webarchiven fand und zusammenführte.

Der Vajona Verlag: Für den Traum ausgebeutet?

r/buchbubble_de - Da das Thumbnail aktuell auch Bestandteil des Verfahrens gegen mich ist, habe ich mich entschieden das Gesicht von Vanessa Lipinski zunächst zu verpixeln. Das originale Thumbnail ist nach wie vor online.
Da das Thumbnail aktuell auch Bestandteil des Verfahrens gegen mich ist, habe ich mich entschieden das Gesicht von Vanessa Lipinski zunächst zu verpixeln. Das originale Thumbnail ist nach wie vor online. 

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Anfrage Stellungnahme

Eine Stellungnahme zur Berichterstattung über die Schöche Verlagsgruppe fragte ich am 28.03.2026 um 17:04 Uhr mit Frist bis Mittwoch, 01.04.2026 um 15 Uhr an.

Die E-Mail wurde bereits am 28.03.2026 um 17:30 Uhr (26 Minuten nach Eingang) mit dem Kommentar vom Vajona Verlag:

„Die u. a. mail sehe ich als Drohung war! ich bitte um rasche Übernahme“

an den Anwalt weitergeleitet.

(Diese Weiterleitung war bei Zusendung der Stellungnahme im Mailverlauf zu sehen.)

Erst am 01.04.2026 um 14:31 Uhr (29 Minuten vor Ende der Frist) erhielt ich eine E-Mail mit der Aufforderung, dass eine Stellungnahme in Absprache sei und bis 20:00 Uhr zu der Sache detaillierter geäußert werden würde.

„Bis dahin ist von einer Veröffentlichung abzusehen.“

Das Video wurde wie geplant am 01.04 um 18 Uhr von mir veröffentlicht.

Die Stellungnahme ging um 18:56 Uhr bei mir ein.

Nach Eingang habe ich umgehend eine Instagramstory und eine Information im angepinnten Kommentar zum Eingang veröffentlicht. Die Stellungnahme kam nach Zusammenfassung (da auch anwaltliche Schreiben unter Urheberrecht stehen) um 20 Uhr online.

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Die Stellungnahme des Vajona Verlags

So veröffentlichte ich die Stellungnahme unter meinem YouTube-Video im angepinnten Kommentar:

NACHTRAG (01.04.2026, 20:00): Stellungnahme der SCHÖCHE Verlagsgruppe (eingegangen am 01.04.2026 um 18:56 Uhr):

Nach Veröffentlichung dieses Beitrags erreichte mich eine schriftliche Stellungnahme der Kanzlei DORNKAMP im Namen der Verlagsgruppe. In dieser distanziert sich der Vajona Verlag von jeglichen Vorwürfen:

Vertragsgestaltung: Der Verlag bezeichnet die 15-jährige Rechtebindung als rechtlich zulässig und „nicht per se unüblich“. Aufhebungsgebühren und Verschwiegenheitsklauseln (inkl. Vertragsstrafen) werden als branchenüblich verteidigt. Zu Einzelverträgen äußert sich der Verlag öffentlich nicht.

Qualitätssicherung: Vorwürfe bezüglich fachfremden Personals werden zurückgewiesen; Übersetzungen würden von „qualifizierten und erfahrenen“ Kräften angefertigt. Zum Einsatz von KI-Tools äußert sich der Verlag nicht im Detail, verweist jedoch darauf, dass keine gesetzliche Offenlegungspflicht für generative KI im Buchbereich bestehe.

Abrechnung: Die Verrechnung von Remittenden sei branchenüblich. Verzögerungen bei Auszahlungen werden bestritten; diese fänden in den vorgesehenen Intervallen statt.

Umgang mit Autor:innen: Der Verlag weist Vorwürfe emotionaler Manipulation als „falsch“ zurück und betont einen respektvollen, professionellen Standard. Zudem hat der Verlag angekündigt, gegen rufschädigende Behauptungen rechtlich vorzugehen.

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Trotzdessen behauptet der Vajona Verlag mehrfach – in Abmahnung und nun auch im Verfahren – dass ich meine Sorgfaltspflicht nicht erfüllt habe und die Stellungnahme nicht veröffentlicht hätte.

Das ist nicht korrekt.

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Die Abmahnung

Am 10.04.2026 ging eine Abmahnung von Geschäftsführerin Vanessa Lipinski in eigener Person und als Repräsentantin des Verlags in 25 Seiten gegen mich, mit einer Frist von etwa einem Werktag (bis zum 13.04), bei mir ein.

Insgesamt wird mir vorgeworfen, falsche Tatsachen zu behaupten.

Unter einem Streitwert von 100.000 Euro wurde ich aufgefordert eine Unterlassung zu unterzeichnen, in der es mir nicht länger erlaubt wäre über Vajona, Vajona Verlag und Vanessa Lipinski, sowie SCHÖCHE VERLAGSGRUPPE zu sprechen, sowie 22 Aussagen aus meinem Video zu wiederholen SOWIE Bildnisse von Vanessa Lipinski oder das Verlagslogo zu veröffentlichen und zu zeigen. Auch wurde ich aufgefordert alle Videos (auf YouTube und den Kurzvideo-Plattformen) „unwiederbringlich“ zu löschen.

„Zur Beseitigung der Wiederholungsgefahr und zur Vermeidung gerichtlicher Schritte, sich gegenüber unserer Mandantschaft zu verpflichten, es bei Vermeidung einer für jeden Fall der Zuwiderhandlung fälligen Vertragsstrafe in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) zu unterlassen“

Für die „außergerichtliche Inanspruchnahme“ der Kosten sollte ich einen Gesamtbetrag von 2.738,79€ an die Mandantschaft erstatten.

Am 10.04.2026 habe ich umgehend Kontakt mit meiner Versicherung aufgenommen, den Schaden gemeldet und in einem doch etwas verzweifelnden Akt versucht, dass mein Fall von einem Anwalt meiner Wahl übernommen würde (Grund dafür ist leider, dass ich keine freie Anwaltswahl habe).

Zum Glück hat das geklappt.

Mein Anwalt Marian Härtel übernahm den Fall Freitag abends um 17 Uhr und erarbeitete gemeinsam mit den Informationen, die ich in stundenlanger Arbeit zu dieser 6-monatigen Recherche an diesem Wochenende zusammenfassen musste, eine etwa 18-seitige Antwort.

Diese wurde fristgerecht am Montag verschickt.

Am Tag des Eingangs der Abmahnung ging zudem ein weiteres Video online.

Ich wurde abgemahnt.

r/buchbubble_de - Sammelthread: Verfahren Vajona Verlag / Jen (jkhuegel)

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Antrag der Einstweiligen Verfügung im Eilverfahren

Die Antwort meines Anwalts blieb ohne Kenntnisnahme oder Erwiderung, stattdessen beantragte Vanessa Lipinski eine Einstweilige Verfügung im Eilverfahren gegen mich beim Landgericht in Hamburg am 22.04.2026 mit Frist bis Freitag den 24.04.2026.

In einer Gesamtakte von 103 Seiten wurde das Verfahren wegen:

Unterlassung / Persönlichkeitsrechtsverletzung mit einem vorläufig geschätzen Streitwert von 75.000,00 Euro eröffnet.

Das heißt: zum aktuellen Zeitpunkt ist dies nur ein Antrag, und noch keine erwirkte Einstweilige Verfügung!

Mein Anwalt hat am 24.04 fristgerecht eine 25-seitige Antragserwiederung ans Landgericht verschickt.

Der Vajona Verlag hat eine Einstweilige Verfügung gegen mich beantragt

r/buchbubble_de - Sammelthread: Verfahren Vajona Verlag / Jen (jkhuegel)

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Vermeintlich rechtswidrige Entfernung meiner Beiträge auf TikTok und Instagram

Begleitend zu meinen Hauptvideo veröffentlichte ich Kurzvideos und anschließend Erfahrungsberichte von Kommentator:innen mit Vajona, die ich beide sowohl auf Instagram, als auch auf TikTok postete.

Das Kurzvideo und sein Repload wurden bei Meta von Vanessa Lipinski/Vajona Verlag zwei Mal wegen MARKENNUTZUNG gemeldet und entfernt. Ein Einspruch wurde von Meta abgewiesen.

Ich habe meinen Anwalt auf Selbstkosten beauftragt ein Schreiben zu erstellen, welches diese Löschung rückgängig machen soll. Bislang ist das noch nicht passiert.

In der Zwischenzeit wurden dann auch das Kurzvideo, wie auch der Post zu den Erfahrungen mit Vajona auf TikTok wegen PERSÖNLICHKEITSRECHTSVERLETZUNG von Vanessa Lipinski gemeldet und entfernt.

Ich bin aktuell im Austausch mit dem Support, um diese Entscheidung rückgängig zu machen.

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